Golem hat heute eine Umfrage aufgegriffen, die zu dem passt, was ich bei Kunden seit Monaten sehe: Viele wollen weg von VMware. Laut einer Befragung von Rimini Street schauen sich 90 Prozent der VMware-Kunden nach Alternativen um, weil die Lizenzkosten gestiegen sind.
Die Zahlen aus der Umfrage
Befragt wurden mehr als 300 VMware-Kunden. Das Ergebnis:
- 90 Prozent ziehen wegen höherer Lizenzkosten Alternativen in Betracht.
- 73 Prozent nennen die Kosten als Hauptgrund.
- 54 Prozent nennen das Ende des Supports für unbefristete Lizenzen.
- 60 Prozent wollen VMware nicht ganz aufgeben, sondern mehrere Hypervisor parallel einsetzen.
Zu den Preissteigerungen zitiert Golem Kunden, die von 100 bis 300 Prozent berichten. Ein Kunde spricht von bis zu 1.000 Prozent. Das sind Einzelaussagen, keine Durchschnittswerte.
Einordnung
Rimini Street verkauft selbst Support für VMware-Kunden. Die Umfrage hat also einen Absender mit Interesse am Ergebnis. Golem weist darauf hin und schreibt auch, dass die Zahlen zu anderen Untersuchungen passen. Ich sehe es genauso: Die Prozentwerte würde ich vorsichtig lesen, die Richtung stimmt.
Interessant finde ich die 60 Prozent mit dem Hybrid-Ansatz. Ein Wechsel von heute auf morgen ist für die wenigsten realistisch. Wer produktive VMs hat, will keine Ausfallzeit riskieren.
Was das für kleine und mittlere Unternehmen bedeutet
Große Konzerne können mit Broadcom verhandeln. Ein Betrieb mit zwei oder drei Hosts hat dafür keine Stellung. Bei kleinen Umgebungen fällt außerdem ins Gewicht, dass die Lizenzkosten im Verhältnis zur Hardware stark steigen.
Meine Erfahrung aus Migrationen für Schulen und KMU:
- Die meisten Umgebungen nutzen keine Funktion, die Proxmox nicht auch bietet.
- Ausnahmen sind vSAN und NSX. Dort wird ein Wechsel aufwendiger.
- Ein Teil lässt sich schrittweise umziehen. Erst eine Testmaschine, dann die unkritischen VMs, am Ende die produktiven.
Die technischen Details und die Kostenrechnung habe ich im Beitrag Proxmox vs VMware beschrieben.
So gehe ich bei einem Wechsel vor
- Inventar aufnehmen: Welche VMs laufen, welche Lizenzen sind im Spiel, wann endet der Vertrag?
- Proxmox parallel aufsetzen und eine unkritische VM testweise migrieren.
- Backup-Konzept klären, bei mir meist Proxmox Backup Server nach der 3-2-1-Regel.
- VMs gestaffelt umziehen, jeweils mit Rückfallplan.
- Das IT-Team einweisen.
Wer erst einmal nur wissen will, was ein Wechsel kosten würde, bekommt von mir eine Einschätzung für seine Umgebung.
Sie überlegen, von VMware wegzugehen?
Ich bin IT-Dienstleister in Ludwigshafen und betreue KMU in der Rhein-Neckar-Region. Schreiben Sie mir über die Kontaktseite oder per Mail an kontakt@asadim.de, dann schauen wir gemeinsam, ob sich ein Wechsel für Sie rechnet.
Quelle: Golem.de, 07.10.2026, basierend auf einer Umfrage von Rimini Street.



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